Hälfte des Fuhrparks auf Elektro-Lkw umgestellt
Wir haben einen wichtigen Meilenstein bei der Transformation hin zu einer klimafreundlichen Logistik erreicht. Zu Jahresbeginn 2026 ist die Hälfte des Fuhrparks von Diesel- auf Elektro-Lkw umgestellt. Damit nehmen wir in der Logistikbranche eine absolute Vorreiterrolle ein. Inzwischen sind mehr als 50 batterieelektrisch angetriebene Trucks unterschiedlicher Hersteller und Konfigurationen bei uns im Einsatz. Dazu gehören zwei Dutzend Sattelzugmaschinen des Typs eActros 600 von Mercedes-Benz und ein weiteres Dutzend des Typs eTGX von MAN. Hinzu kommen mehrere Fahrzeuge des eActros 300, der als Zugmaschine im Nah- und Regionalverkehr unterwegs ist. Schon länger Teil des Fuhrparks sind zwei Volvo FM Electric-Zugmaschinen. Die vierte und neueste Elektro-Marke bei Logistik Schmitt bildet Terberg, dessen Fahrzeuge Trailer (Modell YT) und Wechselbrücken (Modell BC) rangieren beziehungsweise umsetzen.
Raus aus dem Schaufenster, rein in den Business Case
Bildete die Erprobung des eActros 300 in Kooperation mit Daimler Truck vor sieben Jahren noch ein Schaufensterprojekt, haben wir diese Phase längst hinter uns gelassen. „Bei einer Größenordnung von 50 Elektro-Trucks können wir uns kein Leuchtturmprojekt mehr leisten – der Betrieb muss für uns ein Business Case sein“, betont Geschäftsführer Rainer Schmitt. Maßgeblich für einen wirtschaftlichen Betrieb sind vor allem zwei Faktoren – eine hohe Produktivität und ein niedriger Strompreis. Ein produktiver Einsatz ist zum Beispiel durch einen Mehrschichtbetrieb oder hohe Laufleistungen möglich. Hohe Kilometerleistungen sind wichtig, um einen hohen Effekt bei der Lkw-Maut zu erzielen. In Deutschland sind Elektro-Lkw bis 2031 von der Maut befreit – je länger die Strecke, desto größer also die Einsparung.
Das sind die Erfolgsfaktoren für die Elektromobilität
Dreh- und Angelpunkt für einen wirtschaftlichen Einsatz ist ein günstiger Strompreis. „Den realisieren wir übers Depotladen, mit Stopps an öffentlichen Ladesäulen wäre keine Wirtschaftlichkeit gegeben“, erläutert Rainer Schmitt. Um uns beim Depotladen professionell aufzustellen, bauen wir parallel zum Aufbau des Elektro-Fuhrparks auch eine Ladeinfrastruktur auf. Fünf Standorte sind elektrifiziert. In Summe stehen den E-Trucks 13 Lkw-Ladesäulen zur Verfügung. Nun folgt das nächste Puzzlestück zur Komplettierung des Gesamtbilds – der Bau einer innovativen Logistikimmobilie, die gleichzeitig als Kraftwerk für die E-Mobilität dient. Aktuell errichten wir in Bietigheim eine neue, 7.500 Quadratmeter große Logistikhalle. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2026 geplant. Auf dem Dach installiert es eine Photovoltaik-Anlage, um Sonnenstrom zu gewinnen. Ein am Gebäude geplanter Batteriespeicher mit mindestens einem Megawatt Leistung kann die grüne Energie puffern, sodass die Trucks sie bedarfsgerecht laden können, auch wenn die Sonne nicht scheint. Ebenfalls in der Planung berücksichtigt sind zwei Schnellladesäulen mit jeweils 400 kW Leistung.

